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Aberglauben aus der Birkendorfer Geschichte - Unglückstage

Wer's gegglaubt hat, hatte viel zu tun!

 

Freitag, der Dreizehnte wird heute noch als Unglückstag oder als Glückstag bezeichnet oder auch als Glückstag.

 

Unsere Vorfahren hatten es mit Unglückstagen weit schwerer, wenn sie daran glaubten. Der Birkendorfer Lehrer Weißhaupt nennt in seinen Aufzeichnungen allein 42 solcher Tage im Jahr:

 

Unglückstage oder verworfeneTage sind:

Januar: 6 Tage: 1. 2. 6. 11. 17. 18.

Februar: 3 Tage: 8. 16. 17.

März: 4 Tage: 1. 12. 13. 15.

April: 6 Tage: 1. 3. 15. 17. 18. 30.

Mai: 4 Tage: 8. 10.17. 30.

Juni: 3 Tage: 1. 7. 10.

Juli: 3 Tage: 1. 5. 6.

August: 5 Tage: 1 .3. 18. 20. 30.

September: 3 Tage: 15. 18. 20.

Oktober: 2 Tage: 15. 17.

Dezember: 3 Tage: 1. 7. 11.

 

Daran sind der 1. April der Geburtstag der Verräters Judas, der 1. August der Sturz Luzifers aus dem Himmel in die Hölle und der 1. Dezember der Untergang von Sodom und Gomorrha besondere Unglückstage.

 

Wer an diesen Tagen geboren ist, wird selten alt, stirbt eines schweren Todes oder wird vor der Welt zu Schanden. An diesen Unglückstagen soll man nicht reisen, keine Heirat schließen, keinen Bau anfangen, kein Vieh ansetzen, nicht säen, nicht pflanzen, überhaupt nichts Besonderes beginnen, es liegt kein Segen darin.

 

Aber vielleicht hatten diese Unglückstage auch ihr Gutes. Denn: wer hat schon für 45 Tage im Jahr eine Ausrede, wenn ihm eine Arbeit nicht gelingen will oder wenn er erst gar nicht beginnen möchte?